8./9. September WM und EM 24-Stunden-Lauf in Kattowitz



Antje Krause  hat ihre zweite internationale Medaille gewonnen. Bei den Europameisterschaften im 24-Stunden-Lauf kam sie mit dem deutschen Frauenteam auf den dritten Platz. Im Frühjahr holte sie sich ebenfalls mit der Mannschaft bereits Bronze bei den Europameisterschaften über 100 Kilometer. Für die gleichzeitiig ausgetragenen Welt- und Europameisterschaften über die 24 Stunden im polnischen Kattowitz wurden den Damen nun ebenfalls gute Chancen eingeräumt. Am Ende stand neben der Europawertung Platz vier bei den Weltmeisterschaften.
Antje  freute sich besonders über ihre Leistung von 217,592 Kilometer, gab es doch im Vorfeld Probleme in der Vorbereitung. Aber bei einem internationalen Einsatz wollte sie alles geben. Und das tat sie, ging verhalten an und kämpfte bis zum Schluss. Zurecht wurde sie deshalb auch mit dem gesamtdreizehnten Rang und mit Platz zehn einer Top-Ten-Platzierung auf europäischer Ebene belohnt. Auch die anderen deutschen Frauen gingen vorsichtig an und ließen andere an die Spitze. Nach und nach liefen sie gleichmäßig nach vorne und lagen früh auf dem Gesamtvierten Rang, Bronze auf europäischer Ebene schien sicher. Aber nach 21,5 Stunden kam dann eine Schrecksekunde, die hinter Antje Krause und Melanie Straß  beste Deutsche Heike Christ bekam Kreislaufprobleme und musste das Rennen frühzeitig beenden. Plötzlich lagen die Schweden nur noch knapp dahinter und die Medaille schien in Gefahr. Aber Antje, Melanie und Marika Heinlein  gaben alles, liefen in der letzten Stunde noch einmal richtig schnell und sicherten letztendlich zwei Minuten Vorsprung auf die Skandinavierinnen.

 

Fotos Heiko Krause

Die Stimmung war unbeschreiblich. Alle Betreuer fieberten mit und trieben die Athletinnen an. Und abends gab es dann einiges zu feiern. Denn noch erfolgreicher waren die deutschen Herren. Sie wurden sensationell Welt- und Europameister. Erst in der letzten Stunde überholten sie die USA. Beim Sieg des Amerikaners Michael Morton wurde zudem Florian Reus (LG Würzburg) mit 261,369 Kilometern Vizeweltmeister und Europameister. Und so feierte das deutsche Team im Mannschaftshotel auch ausgiebig.

Ergebnisse unter www.iau-ultramarathon.org

Bericht auf www.laufreport.de